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Natur
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Lage, Klima
Aotearoa (Maori),"das Land der langen weißen Wolke", liegt im Südwest-Pazifik, ungefähr 24 Flugstunden von Europa entfernt, und ist geologisch gesehen ein sehr junges Land. Neuseeland liegt im "Westwindgürtel" der gemäßigten Breiten und unterliegt einem hochozeanischen Klima. Dies sorgt für milde Winter und angenehme Sommer. Die Jahresdurchschnittstemperaturen des warmen Nordens und des kalten Südens differieren nur um 6 °C. Obwohl die Temperaturen in Neuseeland wenig variieren, gibt es vier Jahreszeiten, die den europäischen entgegenstehen. Den Frühling erlebt man von September bis November, den Sommer von Dezember bis Februar, den Herbst von März bis Mai und den Winter von Juni bis August. Der "Mikrokosmos" Neuseeland besteht aus zwei Hauptinseln (Nord und Süd), die durch die ca. 35 km breite Cookstraße voneinander getrennt sind und einigen kleineren Inseln, wie der Stewart Island im Süden.
Ökologie
Neuseeland ist eines der wenigen Länder der Welt,in dem verschiedene Ökosystheme ineinandergreifen. So findet man hier zum Beispiel alpine Regionen Nahe den Regen- und Hartholzwäldern.
Die Isolation der Inselgruppe sorgte dafür, dass es zu einer eigenständigen Entwicklung von Flora und Fauna kam. Neuseeland war eine Art Arche Noah für die Pflanzen- und Tierwelt der Urzeit. Durch die Trennung Neuseelands von anderen Erdteilen vor 80 Millionen Jahren, blieb Neuseeland nur für Zugvögel und Meeressäugetiere (Wale, Delphine) erreichbar. Dies sorgte dafür, dass sich als einzige Landsäugetiere nur zwei Fledermausarten ansiedeln konnten.
In Neuseeland entwickelte sich eine einzigartige Naturvielfalt. Hier existieren Vogelarten, die nirgendwo sonst vorkommen, wie der flugunfähige Kiwi.
Mehr als 80 % der Pflanzen Neuseelands gibt es nur auf diesen Inseln. Hierzu gehören Farne und Palmen. Die ursprünglich immergrüne Vegetation bedeckte anfangs fast das ganze Land. Mit der Ankunft der Menschen in Neuseeland kam es zu drastischen Veränderungen. Heute bedeckt Naturwald noch ca. 25 % der Landesfläche. Durch die Besiedlung des Landes durch die Menschen, erst durch die Maori und dann durch die Europäer, änderte sich besonders für die Vögel die Situation drastisch. Die Maori brachten die Ratte und den Hund mit auf die Inseln und die Europäer siedelten die Schiffsratte und die Katze an. Diese Wilderer sorgen dafür, dass selbst sonst häufig vorkommende Vogelarten wie der Kea (der "Spaßvogel" unter den Papageien) immer seltener wird.
Entstehung
Die Entstehung des Landes begann vor ca.150 Millionen Jahren mit der Trennung des südlichen Gondwana-Kontinents vom nördlichen Laurasia. Vor etwa 90 Millionen Jahren brach dieser Superkontinent auseinander und vor 70 Millionen Jahren löste sich Neuseeland von dieser Platte. Neuseeland war durch die Randlage ständigen geologischen Veränderungen (z.B. Überflutungen und Gebirgsbildungen) ausgesetzt. Auch heute noch belegen jährlich zahlreiche meist kleinere Erdbeben, dass Neuseeland an der Grenze zweier Platten liegt, der indisch-australischen und der pazifischen. Ein weiteres Indiz für die unruhige Lage des geologisch gesehen noch jungen Landes ist Vulkanismus. Das Zentrum der Vulkanischen Tätigkeit liegt im Gebiet der Nordinsel in ca. 100 km Tiefe. Neuseeland bietet somit auch "nachvulkanische Erscheinungen" wie Geysire, kochenden Schlamm und heiße Bäche.
Links
Internet-Quellen zur Landeskunde:
Geologie Neuseelands
Klima Neuseelands
Department of Conservation
Ministry of the Environment

